„Und ich würde mich verpflichtet fühlen,“ fuhr die Lady fort,„für den Fall ihres Todes die Summe Euch auszu⸗ bezahlen, als Anerkennung für die Mühe, die Ihr ohne Zweifel mit ihr haben werdet, vorausge⸗ ſetzt natürlich, daß Ihr die geeignete Sorgfalt auf ſie verwendet.“
„Ich will für ſie ſorgen,“ murmelte der Strolch.
„Und ſie mit Liebe behandelt.“
„Mit ſo viel Liebe, als Ihr wünſcht,“ entgegnete Mike.„Aber geſetzt, es paſſirte ihr Etwas,“ fügte er bedächtig bei.„Manche Kinder ſind ſo gar zart; und wie kann ich's Euch zu wiſſen thun?“
„Ich werde alle ſechs Monate eine Perſon, der Ihr vertrauen könnt, nach dem Kinde ſehen laſſen.“
„Könnt' ich nicht ſelbſt irgendwo vorſprechen?“ fragte Mike.
Dieſer beſcheidene Vorſchlag wurde abgelehnt. Die Lady, die ſich jetzt verabſchiedete, war zu ſchlau, um ſich in einer ſolchen Schlinge fangen zu laſſen.
Erſchreckt von dem Gedanken, an einem ſo un⸗ heimlichen Platz allein zurückbleiben zu ſollen, wollte Lillian ihr folgen; aber der Hausherr riß ſie rauh zurück und drohte ihr unter ſchrecklichen Flüchen mit Halsumdrehen, wenn ſie ſchreie oder ſich von der Stelle rühre.
„Setz Dich daher,“ ſagte er, ſie auf einen Stuhl in der Stubenecke niederdrückend,„und mukir' Dich nicht, oder ich will Dir den Meiſter zeigen.“
Das Schluchzen, welches ſich von Zeit zu Zeit trampfhaft aus der Bruſt der armen Waoiſe hob, und der ſtumme Schmerz in ihren Blicken machte


