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ſperrt und weint, als ob ihm das Herz brechen wollte. Kommen Sie und laſſen Sie es heraus.“
„Ein Kind?“ wiederholte die ſchlimme Frau er⸗ ſchrocken.
„Ja, und es iſt ſo hübſch.“
„Haſt Du es geſehen?“
„Ja, Mama.“
„Und Jane auch?“
„Nein, Mama,“ antwortete Alice;„ich verließ Jane im Geſpräch mit einem Parkwächter und fand den Ort allein; es iſt ſo kalt und traurig da. Ich bitte, kommen Sie mit,“ fügte ſie bei, die Mutter am Kleid feſthaltend,„und gewiß, Sie werden Mit⸗ leid mit ihr haben.“
Lady Boothroyd war nicht ſo leicht aus der Faſſung zu bringen; gleichwohl fühlte ſie ſich ob der Entdeckung ihrer Tochter in nicht geringer Verlegen⸗ heit, da ſie Alice's gutes Gedächtniß kannte und ſich zugleich ſagen mußte, daß ein ſolcher Vorfall ſich demſelben unauslöſchlich einprägen werde.
„Es iſt ein boshaftes Zigeunermädchen, das man zur Strafe dort eingeſperrt hat.“
Alice ſah ihr in's Geſicht; die Mutter las in ihren Augen den natürlichen unwillkürlichen Zweifel und erröthete ob ihrem eigenen Unwerth.
Die Wahrheit iſt der Schatten Gottes, das Sinnbild und ſichtbare Zeichen ſeiner Gegen⸗ wart auf Erden, und es laſtet eine furchtbare Ver⸗ antwortung auf den Eltern, wenn ſie, die nächſt Gott am höchſten in der Achtung und Verehrung ihrer Kinder ſtehen ſollten, ſich gegen dieſe zur Lüge her⸗ ablaſſen. Die Unwahrheit bleibt vielleicht eine Zeit


