Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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von ihrem Alter, das, in eine Bettdecke gehüllt, bit⸗ terlich weinte und ächzte.

„Wer biſt Du?“ fragte ſie.

Da die Antwort in einer Sprache erfolgte, die ſie nicht verſtand, ſo wiederholte ſie ihre Frage.

„Mah buka hun,“ rief die kleine Gefangene, welche, wie unſere Leſer bereits errathen haben, Niemand anders als Lillian war. Alice wiederholte die Worte, um ſie ihrem Gedächtniß einzuprägen.

„Und warum weinſt Du?“ fuhr ſie fort.

„Meh ſörd hun,“ lautete die Antwort.

In dem Ausſehen der armen Kleinen lag etwas ſo Troſtloſes, daß das Herz der Erbin gerührt wurde; ſie verſuchte mehrmal die Thüre mit Gewalt zu öff⸗ nen, aber ihre Kräfte reichten nicht aus.

„Ich werde bald wieder hier ſein,“ rief ſie, athem⸗ los vor Anſtrengung.„Weine nicht ſo— o, weine nicht.“

Sie ſtürzte die Porticustreppe hinab und ſchlug den nächſten beſten Weg ein, indem ſie dachte, er müſſe entweder zu der Halle oder zu einem Park⸗ wächterhäuschen führen, wo ſie Beiſtand zu finden hoffen durfte.

Sie war noch nicht weit, als ſie ihre Mutter mit einem Mann einherkommen ſah, der, als er ſie be⸗ merkte, raſch im Gebüſch verſchwand. Es war Mark Rayner.

„Du hier?“ rief Lady Boothroyd erſtaunt und ärgerlich ob der Begegnung.

„D Mama,“ verſetzte die Tochter,„es iſt ein armes kleines Kind, nicht älter als ich, dort einge⸗