Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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„Wenn Ihr einen Argwohn habt, ſo iſt es Eure Pflicht, ihn auszuſprechen,“ ſagte Mr. Thornton.

„Wohlan denn,“ verſetzte Mr. Minter bedächtig, „es iſt mein Glaube, daß Sir Norman die Hand darin hat.“

Der Friedensrichter beſann ſich eine Weile, eh' er antwortete. Es fehlte an jedem annehmlichen Grunde für eine ſolche verbrecheriſche That, deren man ſich von dem Baron um ſo weniger verſehen durfte, da die Ausführung Klugheit und Muth for⸗ derte.

„Unwahrſcheinlich,“ ſagte er,„wenn nicht gera⸗ dezu unmöglich. Ich weiß gewiß, daß Sir Norman ſeit mehreren Tagen ſein Zimmer nicht verlaſſen hat. Er war unwohl, ſehr unwohl. Und zudem, warum ſollte er ſich zu einem Verbrechen herablaſſen, das ihn nicht nur in den Augen der Welt beſchimpfte, ſondern auch in den Bereich der Strafgeſetze ſeines Landes bringen würde?“

Der Ankläger ſchüttelte den Kopf; er war zum Schweigen gebracht, aber nicht überzeugt.

„Ich kann nicht glauben, daß es der Baron iſt,“ ſagte Simon Gee,„denn erſt vor zwei Tagen hat Ihre Gnaden unſere arme Hütte beſucht, das Kind geküßt und ſich erboten, für ſeinen Unterhalt zu ſorgen, obſchon Eſther und ich ihren Beiſtand ab⸗ lehnten.“

„Lady Boothroyd iſt eine zu achtbare Frau,“ bemerkte Mr. Thornton,„als daß ſie zu einer ſo unwürdigen That ihre Zuſtimmung geben könnte.“

„Das iſt ſie,“ riefen die Beiden.„In der Halle

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