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machen, warum das Kind geſtohlen worden war. Simon eilte dem Geheiß gemäß nach dem Haus des Farmers, während Eſther in ihrer Aufregung alle Nachbarn weckte. Nach wenigen Minuten war es im ganzen Dorf lebendig. Die Nachricht von dem Verluſt wurde mit Staunen und Entrüſtung aufge⸗ nommen. So etwas war in St. Faith nie erhört worden, und noch vor Tagesanbruch durchſtreiften wenigſtens ein Dutzend Reiter in allen Richtungen die Gegend, freilich ohne Erfolg, denn der Plan war ſo ſchlau angelegt, daß ſelbſt Minters Eifer nichts erzielte, weßhalb dieſer beſchloß, als letzte Zu⸗ flucht Mr. Thornton um Rath zu fragen. Der arme alte Simon begleitete ihn nach den Ulmen.
Der ehrenwerthe Beamte ließ die Beiden ihre Erzählung mehrmal wiederholen, eh' er es über ſich gewann, an ihre Wahrheit zu glauben.
„Da iſt guter Rath ſchwer,“ bemerkte Mr. Thorn⸗ ton.„Die Umſtände des Verbrechens ſind ſo gar ungewöhnlich. Was ich thun kann, ſoll geſchehen. Ich werde eine Beſchreibung des Kindes den Poli⸗ zeibehörden der benachbarten Städte und der Land⸗ orte zugehen laſſen. Wir wollen eine Belohnung ausbieten.“
„Und zwar eine ſchöne,“ ſagte der Farmer.„Ich ſtehe dafür, daß ſie bezahlt wird. In St. Faith iſt kein Einwohner, der nicht dazu beitrüge, denn Lilly gehört gewiſſermaßen uns Allen an.“
„Haben ſich letzter Zeit nicht Zigeuner in der Gegend umgetrieben?“ fragte Mr. Thornton. „Das iſt keine Zigeunerarbeit,“ meinte der ehr⸗ liche Farmer.„Die haben nichts damit zu ſchaffen.“


