Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Baume zugeſehen hatte, aus ſeinem Verſteck hervor⸗ ſprang und ihn zu faſſen verſuchte. Der Schuldige entkam und Richard war ein Gefangener.

„Hab' ich doch einen von dem Geſchmeiß,“ rief der Polizeimann.

„Was gibt's?“ fragte der Gentleman, aus ſeinen Träumen etwachend.

„Sie ſind beſtohlen, Sir.“

„Ich bin nicht der Dieb,“ rief Richard, ſich dem ſtarken Griff des Häſchers entwindend und dem Frem⸗ den zu Füßen fallend,„obſchon Hunger und Armuth

mich ſchwer in Verſuchung führten. Meine Mutter

und Schweſter verhungern.“

„Eine ſehr wahrſcheinliche Geſchichte,“ ſagte der Polizeimann, der ſeinen Knüttel gezogen hatte und den Knaben auf's Neue packte. Dieſer aber klam⸗ merte ſich verzweifelt an den Gentleman an und bat ſo flehentlich, daß deſſen Herz gerührt wurde.

„Sie kann doch wahr ſein,“ ſagte der Fremde. „Keine Gewalt, Polizeidiener. Ich glaube, Sie ken⸗ nen mich.“

Der Polizeimann griff an ſeinen Hut.

„Wie heißt Du, Knabe?“

„Richard Markham,“ verſetzte der Befragte ſtockend.

Der Gentleman wiederholte den Namen langſam. „Du haſt einen Vater?“ fuhr er fort.

„Ja, Sir.“

„Was iſt er?“

„Er war früher Comptoiriſt in der City; aber ſein Herr entließ ihn, weil er meine Mutter ohne ſeine Zuſtimmung geheirathet hatte; und ſeitdem iſt er, glaube ich, Aües geweſen, Sir.“