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Die Wirthin trank, in Anerkennung dieſer Höf⸗ lichkeit, auch das ihrige leer. Der Mann betrachtete ſie mit einem Ausdruck hoher Bewunderung.
„Das iſt das zehnte, ſeit ich hier bin,“ bemerkte er gegen einen Bruder Fiaker, einen kleinen, ſtum⸗ pigen Kerl, halb begraben in einem ungeheuren, ausgenützten Livreeüberrock, der einſt einem adeligen Kutſcher gedient hatte.„Da ſage mir Einer, Schnaps ſei ſchlecht für die Konſtitution. Er iſt mehr werth als all der Lumpenkram aus der Apotheke— khe, 1 khe!“ Ein heftiger Huſtenanfall unterbrach ſein Lob des Giftes, das ihn langſam aufrieb.
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Obgleich die Wirthin„zur Krone und Elſter“ 3 ihr Glas ſo gut führen konnte, wie die meiſten Wei⸗ ber, ſo füllte ſie es doch nie aus demſelben Fäßchen,
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aus welchem ſie ihre Kunden bediente, wie ſie denn auch nicht während des Geſchäftes trank; ihr Glas war mit Waſſer gefüllt. Man kann ſich denken, welchen unendlichen Abſcheu es ihren Verehrern ein⸗ geflößt hätte, wenn ſie hinter den Betrug gekommen wären.
„Oh, er iſt Muttermilch für manche Leute,“ be⸗ merkte ein kräftig ausſehender junger Mann, der ſchon ſeit einer halben Stunde mit zwei prunkhaft gekleideten Mädchen geplaudert hatte, während dieſe, ohne etwas zu verlangen, den Platz vor dem Schenk⸗ tiſch verſperrten.
„Drängt man ſich hier nicht, daß man gar
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mand bedienen kann,“ bemerkte die Wirthin ſpitig und wahrſcheinlich auch voll Aerger über das Lachen, welches die Bemerkung des Gaſtes veranlaßt hatte. Der junge Mann griff in die Taſche, zog eine


