Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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²4 neues Kleidchen verſprechen, während Rachel durch ihre Thränen lächelte.

In der Liebe eines ſchönen Knaben zu ſeiner Mutter liegt nicht minder etwas Rührendes, als

etwas Edles. Sie iſt der grüne Zweig, der mit der

Zeit zum Stab ihres hilfloſeren Alters werden und ihr, wenn dies je einem Kinde möglich iſt, die Sorge und Zärtlichkeit für den Unmündigen vergelten kann. Sie iſt eine ſchöne Verheißung ein Keim der Hoffnung der Lenz einer glücklichen Zukunft.

Zweites Kapitel.

Am letzten Tage des ſcheidenden Jahres ſaß die Familie Markham bei einem ſpärlichen Frühſtück in ihrem armen, aber reinlichen Häuschen. Georg, deſſen Kehle noch trocken und deſſen Augen roth auf⸗ geſchwollen waren von der Schwelgerei der letzten Nacht, mochte nichts eſſen, obſchon er mit Gier den Thee hinunterſchlang, den ihm ſein geduldiges Weib einſchenkte. Das Getränk war freilich ungemein ſchwach; aber es ſtillte doch ſeinen brennenden Durſt und beruhigte die fieberiſche Aufregung, in deren Folge ſeine Hand zitterte, als er die Taſſe zu den Lippen erhob.

Butter war gar nicht und Brod nur ſehr wenig vorhanden, da der Eheherr das dafür beſtimmte Geld im Wirthshaus aufgebraucht hatte. Rachel theilte den göringen Vorrath ſchweigend unter die Kinder und behielt nur eine kleine Kruſte für ſich.