Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Ich bin nicht hungrig, Mutter, flüſterte Ri⸗ chard, indem er den größten Theil ſeiner Portion wieder zurückgab,und Du haſt geſtern Abend nichts gegeſſen.

Die kleine Marie dagegen war zu jung, um von dem ſie umgebenden Elend etwas zu verſtehen, und begann begierig ihren Antheil zu verzehren.

Nach Art der Trunkenbolde war der Vater äußerſt empfindlich gegen Alles, was ſich wie ein Vorwurf deuten ließ, und bemerkte daher in zorni⸗ gem Tone:

Du haſt geſtern Abend mit Jack Manders ge⸗ ſpielt. Das will ich nie wieder von Dir erleben.

Es ſoll nicht mehr geſchehen, verſetzte Richard achtungsvoll, denn die Mutter hatte dem jugendlichen Geiſt ſorgfältig die Lehre des Gehorſams eingeprägt.

Ich habe Jack gern, rief Marie lachend;er gab mir geſtern Abend Kuchen.

Du hätteſt ihn nicht annehmen ſollen.

Oh, aber Kuchen iſt meine Leibſpeiſe, und ich war ſo hungrig, verſetzte das Kind.

Rachel drückte die Kleine in ihre Arme, um wei⸗ teren Reden vorzubeugen, und vermied es, ihren Gatten anzuſehen, weil ſie weiblich zart ihm die Demüthigung zu erſparen wünſchte. Das Kind aber war nicht ſo leicht zu beſchwichtigen, ſondern fuhr in ſeinen Fragen fort:

Warum kannſt Du Jack nicht leiden?

Weil ſein Vater ein Dieb war, mein Herzchen, und ſein Onkel, bei dem er lebt, ein heimgekehrter Deportirter iſt. Er erzieht ſeinen Neffen ſchlecht.

Marie wußte nicht, was die Ausdrücke Dieb und