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Man ſchickte ihn auf die Farm und der Baronet verſprach, für ſein Glück zu ſorgen.
Oberſt Mowbray wurde um Mitternacht in einem Winkel des Kirchhofs eingeſcharrt; kein Stein be⸗ zeichnet den Ort ſeines Begräbniſſes. Unſer Held und der Rector fühlten, daß es eine Entweihung des Heiligthums wäre, ihn neben ſeinen Bruder zu legen. Sein Platz in der Familiengruft wurde dem getreuen Martin eingeräumt.
Lady Mowbray ſchien einen neuen Vertrag mit
dem Leben abgeſchloſſen zu haben, ſo ſehr gab die Freude, den Sohn wieder gefunden zu haben, ihr die Kräfte wieder. Wenn ſie ihn anſchaute, konnte man in dem abgemagerten Geſichte die Spuren der Schönheit ihrer jungen Jahre erkennen. Wiewohl keine Seitenverwandten da waren, welche Sir William die Erbſchaft ſeiner Väter hätten ſtreitig machen können, erachteten es ſeine Rathgeber doch für klug, ſeine Rechtsanſprüche öffentlich anerkennen zu laſſen, und zu dieſem Zweck wurde gegen die Teſtamentsvollſtrecker eine gerichtliche Verhandlung eingeleitet, um ſie zu zwingen, ihren Functionen zu entſagen. Man begreift, daß dieß eine bloße, mit ihnen abgemachte Förmlichkeit war; aber er mußte ſich deßhalb doch nach London begeben.
„Es iſt unſere letzte Prüfung!“ ſprach unſer
Held zu Ellen, als er ihr in den Wagen half, worin Veans und Suſanne ſchon den Rückſitz einnahmen. Wenn wir nach Carrow zurückkehren, geſchieht es nur zur Vollendung unſeres Glücks, zur Erfüllung der heißen Wünſche, welche uns noch vor Kurzem etzweiſelt ſchienen.“
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