Teil eines Werkes 
4. Band (1859)
Entstehung
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Sie mich! Ich werde ihn noch überleben! um meines lieben Herrn willen wird der Himmel mir die nöthige Kraft geben. ja, ich fühle es!

Es war für Jedermann ein Moment qualvoller Erwartung; der Mörder nahte ſich mit raſchen Schritten ſeiner Auflöſung und machte doch von Zeit zu Zeit wüthende Anſtrengungen, dem Tode Wider⸗ ſtand zu leiſten; der Khan ſtand ruhig und unbe⸗ weglich am Fuß des Sopha's, den Sterbenden zu betrachten.

Lady Mowbray, beinahe ohnmächtig, ſaß am andern Ende des Gemachs, gegenüber von Martin. Zuweilen begegnete ihr Blick dem von Henry Aſhton und eine neue Bewegung ergriff ihr armes Herz.

Wenn dem ſo wäre! flüſterte ſie der Herzogin zu;wenn dem ſo wäre!

Ihre Freundin drückte ihr ſchweigend die Hand.

Oberſt Mowbray ſtieß endlich ſeinen letzten Seuf⸗ zer aus; er hatte eine Läſterung auf ſeinen Lippen und Haß im Auge.

Er iſt todt! ſprach der Wundarzt;er hat jetzt nur Gott Rechenſchaft abzulegen.

Bei dieſen Worten drückte Martin unſerem Hel⸗ den ſtärker die Hand.

Ich wußte, daß ich den Frevler überleben würde, ſagte er;ich fühlte es; jetzt wird ſich Alles aufklären!