lebt oder im Grabe fault, wie ſein Vater!.... Ich liebte Sie einſt,“ ſetzte er hinzu,„aber Sie haben den reichen Bruder dem, welcher arm war, vorgezogen!“
„Haben Sie kein Herz?“ ſagte Doctor Orme.
„Wenigſtens werden Ihre Sophismen es nicht rühren! Ich glaube nicht an Reue oder an alle die Lügen, welche Ihr Kirchenleute uns am Todtenbette vorſinget!. Sie haben Recht!“ ſetzte der Mörder, wieder ſein unglückliches Opfer anſchauend, hinzu; „die Stimme Ihres Herzens hat Sie nicht betrogen: ich bin es, der Lucas auf den Glauben brachte, Sie lieben ihn; ich bin es, der mit ihm das Complott angeſponnen hat, welches Sie in's Elend ſtürzte! Ich hätte Sie entehrt, ſtrafbar, im Kothe kriechend ſehen mögen! Dieſe Befriedigung iſt mir nicht zu Theil geworden; aber ich laſſe Sie ohne Kind!“
„Mein Gott! halte mich zurück!“ rief Henry, vor Empörung außer ſich;„ſonſt vergeſſe ich, was ich Walters Andenken ſchuldig bin, und vergreife † mich an dem Elenden.“
„Hund! Sohn eines Bettlers!“ brummte der Sterbende.
„Wer nennt Henry Aſhton einen Hund, Sohn eines Bettlers?“ fragte eine Perſon von hohem Wuchs, welche eben in die Bibliothek trat mit Oberſt Butler, der bis jetzt in einem andern Zimmer damit beſchäftigt geweſen war, die Ausſagen von Ralph und Joe entgegen zu nehmen.
Es war der Khan; aber im Aeußern ſo verän⸗ dert, daß, hätte er nicht ſeine Stimme hören laſſen, Niemand ihn erkannt haben würde. Er trug nicht †


