Teil eines Werkes 
4. Band (1859)
Entstehung
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Ein Hohnlächeln kräuſelte Oberſt Mowbray's Lippen; obgleich ſterbend, blieb ſein Herz unempfind⸗ lich für dieſen Anruf.

O! wenn Sie noch etwas Menſchliches an ſich haben, fuhr ſie, ſich vor dem Sopha auf die Kniee werfend, fort,ſo haben Sie Mitleid mit der Seelen⸗ qual einer Mutter! Iſt es denn etwas ſo Geringes, die Vergebung für ſolchen Schimpf, wie ich erlitten habe? Ich bin weit aus meinem Hauſe hinwegge⸗ ſchleppt worden; meine Leiden haben mich zum Wahnſinn gebracht; hören Sie, zum Wahnſinn! Meine Jugend welkte dahin, mein Alter iſt einſam! O! ſprechen Sie nur ein einziges Wort!

Nie! murmelte der Elende, indem er einen

Blick voll teufliſcher Bosheit auf ſie warf.Der einzige Troſt, der mir bleibt, iſt, daß mein Tod die letzte Hoffnung Ihres Daſeins zerſtören wird.

Ungeheuer! rief eine ernſte Stimme neben ihm.

Was iſt das für eine Stimme? Wer hat ge⸗ ſprochen?

Hberſt Mowbray wandte ſich mit ſchmerzlicher Anſtrengung um und begegnete dem entrüſteten Blick von Henry Aſhton.

Die unglückliche Wittwe ergriff die Hand ihres Verfolgers und beſchwor ihn in den rührendſten Redensarten, ſich erweichen zu laſſen. Aber Alles war vergeblich. Der Anblick der Thränen dieſer Frau ſchien ſeinen Schmerz zu lindern!

Sie wiſſen jetzt, was leiden heißt, ſagte er. Ah! das Geheimniß wird mit mir ſterben! Sie haben nicht einmal die Befriedigung, zu wiſſen, ob

Die Abtei Carrow. 1v. 11