„verſtockt bis zum Ende! Er wird ſterben, wie er gelebt hat. Möge Gott ihm verzeihen!“
Der arme Joe lief überall herum wie wahn⸗ ſinnig. Zuerſt mußte er Suſanne tröſten, welche einen Nervenanfall bekommen hatte, dann Ralph beſuchen, welchen man proviſoriſch der Polizei über⸗ geben hatte, endlich die Fragen der Magiſtratsper⸗ ſonen beantworten.
Niemals, ſelbſt zur Zeit des Todes von Sir William, war die Abtei der Schauplatz einer ſolchen Verwirrung geweſen.
Die Thüre der Bibliothek ging auf und zum allgemeinen Erſtaunen trat die verwittwete Lady Mowbray, trotz der Leiden, die ſie erduldet hatte, in das Gemach, geſtützt auf den Arm der Herzogin von Devonſhire. Wiewohl ihre Wange tödtliche Bläſſe zeigte und ſie kaum die Kraft hatte, ſich auf⸗ recht zu halten, war ihr Mutterherz doch ſtark; ſie kam, einen letzten Anruf an ihren Feind zu verſuchen und wo möglich von ihm noch einige Aufklärung über den Sohn, den er ihr geraubt hatte, zu er⸗ halten.
„Walter,“ ſprach ſie,„gleich Ihnen bin ich am Rande des Grabes; in wenigen Stunden erſcheinen wir vielleicht beide vor dem Richterſtuhl Gottes. Etwas ſagt mir, daß ich Ihnen das Unglück meines Lebens, meine Schmach in den Augen der Welt, den Verluſt der Liebe meines Gatten zuzuſchreiben habe. Seien Sie edelmüthig, laſſen Sie mich, ehe ich ſterbe, meinen Sohn umarmen und vor dem Throne des Allmächtigen werden meine Gebete Barmherzigkeit für Ihre Verbrechen erflehen.“


