Teil eines Werkes 
4. Band (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

159

wo er Oberſt Mowbray auf dem Sopha liegend, Ver⸗ zweiflung und Tod ſeinen Zügen eingegraben, fand. Martin, ruhig und ergeben, nahm den Seſſel ſeines geliebten Herrn ein. Kaum erblickte er Henry, als er ihm mit einem Verſuch, zu lächeln, die Hand reichte. Miſtreß Jarmy und die anderen Diener, welche ihn umgaben, konnten ihre Thränen nicht zurückhalten.

So geht es bald zu Ende mit mir, Harry! flüſterte der Greis;aber Etwas ſagt mir, daß die Alos(Sie ſehen, ich habe den Namen nicht vergeſ⸗ ſen) noch blühen wird!

Unſer Held ſchüttelte den Kopf. Für ihn war der Erbe ſeines Wohlthäters in Walters Grabe

beſtattet.. Oberſt Mowbray, ſprach der Rector,denken Sie, ich bitte Sie, an Ihre Gefahr, ſühnen Sie Ihre Verbrechen, treten Sie nicht ſo plötzlich vor das Angeſicht Ihres Schöpfers mit einer von Be⸗ fleckung ſo ſchwarzen Seele.

Gibt es keine Hoffnung mehr? ſeufzte der Sterbende.

Die Aerzte verneinten es.

Retten Sie mich! erwiderte er,retten Sie mich, und ich will Alles ſagen.... Alles! Leben! Leben! ſelbſt um den Preis der Ehrloſigkeit! Ich wage noch nicht zu ſterben!

Als man ihm erklärt hatte, daß Menſchen nichts für ihn vermöchten, ſchloß er die Augen und beobach⸗ tete ein hartnäckiges Stillſchweigen, welches zu brechen jede Anſtrengung vergeblich war.

Verſtockt, ſprach der Rector mit einem Seufzer,