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Zum Glück hatte Lady Mowbray den Kaninchen⸗ wärter nie geſehen; ſonſt würde der Schrecken ihr e Zweifel wie Ellen eine Ohnmacht zugezogen aben. „Nie!“ erwiderte ſie feſt.„Tödtet mich, wenn Ihr wollt; aber ich werde nie den einzigen Ariadne⸗ Faden, der mich zu meinem Kinde leiten kann, oder die Papiere mir entreißen laſſen, welche den Beweis liefern, daß ich meines unglücklichen Gatten würdig geblieben bin!.. Was habe ich gethan,“ fuhr ſie fort, in Thränen zerfließend,„daß die Gottloſen ſich alſo gegen mich verſchwören?“
Sie klammerte ſich mit der verzweifelten Energie, welche die Mutterliebe gewährt, an das Käſtchen an. Ihr Geſchrei wurde durchdringender; die ſchlimmen Leidenſchaften des Oberſts entzündeten ſich. Er zog ein Meſſer aus der Taſche, um ihr die Handgelenke und Fingernerven zu durchſcheiden, damit ſie das Käſtchen fahren ließe, aber während des Kampfes fielen ſein Hut und die graue Perrücke, die er aufgeſetzt hatte, um ſich unkenntlich zu machen, auf das Bett.
Beim Schein der auf dem Tiſch ſtehenden Nacht⸗ lampe erkannte ihweine Schwägerin ſogleich, und ſie beging die Unvo tigkeit, ſeinen Namen aus⸗ zuſprechen. Das Ungehuer änderte jetzt ſein Vor⸗ haben. Der Mord warszu ſeiner Sicherheit noth⸗ wendig geworden.
„Wahnſinnige!“ murmelte er,„ich hätte Dich verſchont.“ 4
In dieſem Augenblick der Todesangſt und des Schreckens ſtürzte ſich Joe Beans auf den Oberſt.


