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mand anders, als der niederträchtige Bruder des ermordeten Baronets, war es vermittelſt eines Schlüſſels, den er einſt zur Begünſtigung der thö⸗ richten Leidenſchaft von Miran⸗Hafaz hatte machen laſſen, möglich geworden, in deren Gemach einzu⸗ dringen,
Ellen und ihre Tante ſchliefen; das Mädchen hatte ein Lächeln auf den Lippen, denn ſeine Träume waren glücklich; die Züge der Wittwe waren be⸗ wegt.
Einige Augenblicke brachte der Anblick von ſo viel Schönheit und Leiden ihn zum Wanken in ſeinem Vorſatz, welches kein anderer war, als ſich der Papiere zu bemächtigen. Deßhalb hatte er das Käſtchen von Ebenholz mitgebracht, in der Hoff⸗ nung, es vielleicht gegen das andere, mit welchem es Aehnlichkeit hatte, vertauſchen zu können. Aber ſeine Unentſchloſſenheit dauerte nicht lange Zeit. Den Athem anhaltend, näherte er ſich langſam dem Bett und fuhr mit der Hand ſachte unter das Kopfkiſſen.
So leicht auch dieſe Bewegung war, ſtörte ſie doch die Waiſe, welche beim Erwachen den Schatten des Kaninchenwärters über ſie gebeugt zu ſehen glaubte. Sie ſtieß einen lauten Schrei aus, welcher Lady Mowbray, die neben ihr ſchlief, erweckte, und fiel in Ohnmacht. Lady Mowbray faßte mechaniſch den Glockenzug, aber der Räuber entriß ihr den⸗ ſelben faſt ebenſo ſchnell.
„Wer ſeid Ihr?“ fragte ſie außer ſich,„und was wollt Ihr?“
„Das Käſtchen!“ murmelte der Oberſt.


