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Alle Bewohner der Abtei hatten ſich zu Bette begeben, mit Ausnahme der Donmeſtiken, die noch um das Feuer von Miſtreß Jarmy verſammelt blieben. Sie hatten zu große Furcht, um ſich nieder⸗ zulegen. Die Diener der Herzogin von Devon⸗ ſhire leiſteten ihnen Geſellſchaft und die alte Haus⸗ hälterin machte nach ihrer Art die Honneurs der Abtei, indem ſie eine ihrer erſchrecklichſten Geſchichten erzählte.
„Man hatte mich,“ fuhr ſie fort,„nach der
Abtei geſchickt, um meiner Großmutter zur Zeit der Heirath von Lady Blanche zu helfen, denn der halbe Adel des Landes war daſelbſt verſammelt. Der Abend vergeht, die Vermählte begibt ſich nach ihren Zimmern, während plötzlich die Tänzer, die ſich noch in der großen Gallerie herumtummelten, von einem durchdringenden Schrei und dem Ton einer Klingel erſchreckt wurden...
„Nun weiter, weiter!“ riefen einige Zuhörer, die bereits vor Schrecken zitterten.
Miſtreß Jarmy war im Begriff, in ihrer Er⸗
zählung fortzufahren, als ein Schrei, der aus einem entfernten Theil der Abtei kam, ſich hören ließ. Er erklang in der Stille der Nacht gleich dem Anruf eines Unglücklichen, der ermordet wird.
Die Haushälterin erbleichte tödtlich: die Mägde
ſtellten ſich unter den Schutz des tapfern Flip, der ſelbſt halb todt vor Furcht war. Selbſt der alte Martin erhob ſich aus ſeinem Seſſel. „Habt Ihr gehört?“ fragte die Kammerfrau. Der Schrei wiederholte ſich nicht nur, ſondern auch die Klingel begann wieder zu rufen; zum Un⸗


