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welche Ihre Grauſamkeit meinen Lippen entreißen will.“
Erſchreckt über die Folgen ihrer Worte, verbarg ſie das Geſicht in den Händen und begann krampf⸗ haft zu ſchluchzen.
Miran hätte die ganze Welt darum gegeben, dieſe Thränen zu trocknen; aber das einzige Opfer, welches dieß vermochte, ging über ſeine Kräfte.
„Sie gibt nach!“ flüſterte der Oberſt höhniſch. „Ich hatte es Ihnen wohl geſagt, daß ihr Vor⸗ nehmthun nicht immer dauern würde.“
Der junge Indier hatte Luſt, ihn zu zer⸗ malmen.
„Ellen,“ ſagte er,„es iſt nicht eine Thräne dieſer ſüßen Augen, die nicht gleich einem Tropfen ge⸗ ſchmolzenen Blei's auf mein Herz fällt! Ein Leben voll Ergebenheit wird ſie ſühnen und Du wirſt mir ſpäter wegen der Heftigkeit der Liebe, die mich ver⸗ zehrt, vergeben!“
Die Waiſe ſchwieg.
„Sage, daß Du einwilligſt!“ flüſterte er,„wenn nicht mit Worten, wenigſtens mit einem Blick; ein Zeichen genügt mir! Keine Antwort! Ellen, ver⸗ ſprich mir nur, daß Du Dich in der Bibliothek bei mir einfinden wirſt!“
„Das kann ich Ihnen verſprechen!“ ſagte das Mädchen, ſich langſam erhebend.„Und nun laſſen Sie mich, wenn Sie anders nicht mich vor Schrecken zu Ihren Füßen ſterben ſehen wollen! Ich wünſche allein zu ſein, allein mit meinen Gedanken und mit Gott, um ihn zu bitten, daß er mich tröſte


