Teil eines Werkes 
4. Band (1859)
Entstehung
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Ellen, ſtürzen Sie mich nicht in Verzweiflung durch dieſe kalte und ſtudirte Verachtung; zwingen Sie mich nicht, mir ſelbſt ein Gegenſtand des Ab⸗ ſcheus zu werden! Ich liebe Sie ich liebe Sie mit all' der leidenſchaftlichen Abgötterei mei⸗ ner Natur! Ihr Bild hat ſich meiner Seele ſo ganz und gar bemächtigt, daß es keinen andern Traum, keine andere Hoffnung mehr kennt. Sie liebten mich ſonſt!

Wie einen Bruder, ja, erwiderte die Waiſe ſanft;es iſt nicht meine Schuld, wenn Sie dieſes Gefühl verwandelt haben in...

Haß? rief Miran; Ellen, um Ihrer ſelbſt willen ſagen Sie nicht in Haß, damit Sie nicht den Geiſt des Böſen in mir entfeſſeln. Ich habe und kann noch mehr von Ihnen ertragen, aber nicht das Geſtändniß Ihres Haſſes!

Ich fühle mehr Mitleid, als Haß gegen Sie!

Seien Sie geſegnet! geſegnet für dieſes Wort! Daß ich Ihnen nicht das Andenken an die Tage Ihrer Kindheit, unſeres Vertrauens, unſerer jungen Liebe zurückrufen kann! Bei Ihnen war ſie nur vorübergehend; bei mir hat ſie ſich wie in den här⸗ teſten Granit eingegraben; man müßte mich zerſtören, um ſie zu verwiſchen!

Ach! wenn meine Thränen den Felſen er⸗ weichen könnten! O Hafaz! warum eine Liebe ſuchen, die nicht Ihnen gehören kann? Wird Ihr Herz glücklicher ſein, wenn das meinige gebrochen iſt?

Ellen! ſprach der Oberſt,es iſt Zeit, dieſer Thorheit ein Ende zu machen. Nach der Natur,