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Neunzehntes Kapitel. Es iſt etwas Seltſames um die Menſchheit.
Man erzählt, daß ein großer Muſiker niemals com⸗
ponirte, als im Hofkleide und mit dem Diamant, den ihm die Kaiſerin Maria Thereſia geſchenkt hatte, am Finger. Rembrandt und Correggio malten nur in dunkeln Gemächern, wo kaum das Tageslicht ein⸗ drang, und Dick Martin konnte ſeine Ideen nur im Stalle ſammeln. Hier fand er ſich zu Hauſe und hieher zog er ſich allemal zurück, wenn ihn etwas verdroß oder in Verlegenheit ſetzte. Verſchiedene Vorſtellungen und Bilder wogten in ſeinem Geiſt auf und ab, an die Perſon des Fremden geknüpft, deſſen Beſuch in der Kirche ſeine Neugierde erregt hatte; aber er vermochte ſie nicht einen Augenblick feſt zu halten.
„Macht nichts!“ murmelte er, über den Hof ſchreitend, um ſich nach ſeiner Lieblingsſtätte zu be⸗ geben, von wo nach der gewöhnlichen Ausſage der Domeſtiken es eben ſo gefährlich war, ihn wegziehen, als einen Dachs mit der bloßen Hand in ſeinem Bau faſſen zu wollen.„Macht nichts! Alles wird ſich im Stall machen!“
Die Zeit wird uns lehren, ob der alte Stall⸗ knecht mit ſeinen Berechnungen Recht hatte.
Wie die meiſten Menſchen, die nur wenig Worte machen, war Dick Martin ein großer Beobachter, ein ſtummer Chroniſt über Alles, was auf dem ſeiner Autorität unterworfenen Gebiet vorkam. Er erinnerte


