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Die Kirche von Carrow war einer jener ſchönen, im Oſten Englands ſo gewöhnlichen Tempel. Seine ſpisbogenartigen Fenſter zeigten, daß ſie nach der nor⸗ männiſchen Eroberung erbaut worden war; aber die Einzelheiten ihrer Architectur waren unter dem Mantel von Epheu, der ſie vollſtändig bedeckte, verborgen. Im Chor befanden ſich viele Grabſteine und ſeltſame Monumente über einander, meiſtens mit dem Wappen⸗ ſchilde der Mowbray. Als ſie in die Kirche traten, begegneten ſie einem Mann von hoher Statur, ſonn⸗ verbranntem Teint, ſcheinbar zwiſchen fünfzig und ſechzig Jahre alt und orientaliſch gekleidet. Er ver⸗ beugte ſich tief vor Walter und zog ſich zurück.
„Wer iſt es?“ fragte Henry.
„Man nennt ihn Khan und er iſt dem Rang nach ein Mittelding zwiſchen einem Freund und einem Diener von Miran⸗Hafaz. Armer Teufel! Er muß ſich in dieſem Lande ſehr langweilen, da er kein Wort von unſerer Sprache verſteht.“
„Sind Sie deſſen gewiß, Sir?“ fragte Jemand hinter ihnen.
Sie drehten ſich um und Henry erkannte Dick Martin, den Bereiter, auf einem der Grabſteine ſitzend. Seine Neugierde war, wie das bei alten Leuten gewöhnlich iſt, durch das Ausſehen und ſelt⸗ ſame Coſtüm des Fremden erregt worden, dem er im Dorfe begegnet und bis in die Kirche nachge⸗ gangen war, wo er während ſeines Beſuches ſich verborgen gehalten hatte.
„Allerdings,“ antwortete Walter,„warum zwei⸗ felt Ihr daran?“
Der alte Stallknecht heftete einen forſchenden


