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Miran ihretwegen erduldet, und die Erklärung, die man dieſem Empfang geben konnte, vergeſſen. Der Baronet verſtand ſie vollkommen; er überzeugte ſich aus der Freimüthigkeit ihres Benehmens bei dieſem Empfang, daß ſie für den Genoſſen ihrer Kindheit nie etwas Anderes als die Liebe einer Schweſter gehabt hatte.
Nicht ſo war es mit Henry; die Liebe kann nicht kalt raiſoniren; zum erſten Mal fühlte er die bittere Beklemmung der Eiferſucht.
Als Sir William ihn als Ellens Retter vor⸗ ſtellte, war es intereſſant, die verſchiedenen Schat⸗ tirungen des ihm zu Theil werdenden Empfangs zu bemerken. Der Oberſt bemühte ſich, dankbar zu erſcheinen, aber es gelang ihm nicht, ſeine Stimme ſtrafte ſeine Worte Lügen.
„Die Freunde von Miß de Vere,“ ſagte Miran, „können ihre Verpflichtungen nicht lebhaft genug ausdrücken. Es würde mir ein Vergnügen ſein, dem jungen Mann zu beweiſen, wie ſehr ich ſeine Dienſte ſchätze.“
Henry Aſhton's Stirne bedeckte ſich mit Röthe; der Ton, womit dieſe Worte geſprochen wurden, beleidigte ihn, und die beiden Nebenbuhler ſchauten einander einige Augenblicke ſtillſchweigend an.
„Mr. Henry Aſhton, auf den Sie anſpielen,“ erwiderte der Baronet mit markirter Abſichtlichkeit, „iſt auf dem Punkte, die diplomatiſche Laufbahn zu betreten; wenn Ihre Beziehungen zu den Höfen und Cabineten Europa's Sie in den Stand ſetzen, ihm einen Dienſt zu leiſten, wird er gewiß Ihre Aner⸗ bietungen dankbar annehmen.“


