beinahe dafür gelten kann. Sir William Mowbray wohnt noch immer in der Abtei?“ i
„Seit fünfzehn Jahren hat er ſie nicht verlaſſen.“
„Das iſt ſonderbar.“
„Nicht, wenn er daſelbſt glücklich ift. ⸗
„Es ſcheint mir, bei ſeinem Rang und Vermögen ſollte er die Welt beſuchen.“
„Vielleicht verachtet er ſie oder hat wohl entdeckt, daß Rang und Vermögen nicht hinreichend ſind, das Glück zu gewähren.“
„Allerdings nicht; die Welt fordert andere Eigen⸗ ſchaften an Denen, welche ſie beherrſchen oder ſchmücken wollen. Es iſt ſeit meiner Jugend anders geworden. Ich erinnere mich noch der Zeit, wo ein Mann von dem Namen und Vermögen Sir Williams deren Abgott hätte werden können. Was ihn betrifft, ſo ſcheint er das Leben eines Eremiten vorzuziehen.“
Wiewohl vollkommen von der Urſache unterrichtet, aus welcher der Baronet ſich von der Welt zurück⸗ gezogen hatte, wollte der junge Mann doch einen ſo zarten Gegenſtand mit einem Fremden nicht ver⸗ handeln. Die Leiden des Gebieters von Carrow waren ſelbſt für die Schwätzer des Dorfs ein gehei⸗ ligter Gegenſtand. So wechſelte er ziemlich raſch die Unterhaltung, indem er ſeinen Begleiter fragte, ob er eine der Dorffamilien kenne.
„Nicht genau,“ antwortete der Mann.„Doch erinnere ich mich der Namen von einigen ſeiner Be⸗ wohner. Es gab daſelbſt vorerſt den Doctor Manuel.“
„Der iſt ſeit vierzehn Jahren todt. Doctor Orme,


