buhler zu ſehen; aber wie die meiſten Orientalen beſaß er eine große Selbſtbeherrſchung. Nichts ver⸗ rieth den Sturm, der ſich in ſeinem Herzen ent⸗ wickelte. Im Gegentheil nahm er beide mit jener ruhigen Würde auf, welche Indiern von hohem Rang natürlich iſt.
Er vergaß die Lection vom Morgen nicht.
Der Oberſt und ſein Sohn waren von ſeinen Manieren entzückt und ſuchten eine ſo koſtbare Be⸗ kanntſchaft zu cultiviren.
„Mowbray!“ wiederholte Miran, als ſie ihm näher getreten waren;„ich habe dieſen Namen ſchon gehbrt 6
Die Herren verbeugten ſich.
„Ah! ich erinnere mich. in Indien, bei meinem Freund, dem General de Pere!“
„Meinem Schwager,“ ſagte der Oberſt.
„Meinem Onkel,“ ſetzte der Sohn hinzu.
„Wir haben erſt ganz kürzlich die traurige Nach⸗ richt von ſeinem Tod erhalten,“ nahm der Erſtere wieder das Wort.„Ich erhielt dieſen Morgen einen Brief von Sir William, meinem Bruder, welcher mich in Kenntniß ſetzt, daß meine Nichte ſeit einiger Zeit in England iſt.“
„Miß de Vere iſt alſo in London?“ fragte Miran, und trotz ſeiner Kaltblütigkeit zitterte ſeine Stimme ein wenig; zum Glück bemerkten die, an welche die Frage gerichtet war, nichts daran.
„Nein, ſie iſt in Carrow⸗Abtei.“
Der Khan und der Verliebte wechſelten in
Blic. „Wenn Sie Miß de Vere ſehen,“ fuhr der


