„Um unſern Vertrag zu brechen! Da Sie die Güte haben, mir Ihre Zeit zu widmen, wäre es ſehr undankbar von mir, ſie zu verlieren.“
An dieſem Tage wurde der kleine Harry Aſhton zum großen Erſtaunen des ganzen Dorfes in des Rectors eigenem Wagen nach Hauſe gebracht und am andern Morgen beſuchte ihn Doctor Orme. Sein Verſtand und ſein liebevolles Benehmen hatten ihm allmälig das Herz des alten Burſchen gewonnen; und ehe ein Jahr verfloß, war er im Pfarrhof wie im eigenen Hauſe. Dieß geſchah zum großen Miß⸗ fallen von ſeinem Onkel und ſeiner Tante, denn er fehlte ihnen ſehr, und ſie bedauerten oft, daß ihr Reffe ſich in den Kopf geſetzt hatte, Griechiſch zu lernen.
„Es wäre mir viel lieber geweſen,“ ſagte der ehrliche Farmer oft,„er hätte die Geige gewählt.“
Die Dinge waren auf dieſem Fuß fortgegangen bis zu dem am Anfang dieſes Kapitels berichteten Ereigniß. Der Rector liebte ſeinen Zögling wie einen Sohn; und der junge Mann erwiderte deſſen Zuneigung durch jene edle Ehrerbietung und reſpect⸗ volle Aufmerkſamkeit, eben ſo angenehm für den Greis, als ehrenhaft in der Jugend.
Doctor Orme war glücklich: die Natur hatte Har⸗ ry's Geiſt und Herz vorbereitet, um die beſten Ein⸗ drücke zu empfangen; die Wohlthaten des Geiſtlichen fielen auf keinen undankbaren und unfruchtbaren Boden.


