Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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„Macht nichts.“

„Es bedarf mehrſtündigen Fleißes jeden Tag.“

„Ich habe alle nöthige Zeit.“

„Du wirſt bald müde werden.“

„Stellen Sie mich auf die Probe.“

„Wohlan, mein kleiner Mann!“ ſprach der Pa⸗ ſtor, betroffen von der Beharrlichkeit des Knaben, „ich will Dich auf Probe nehmen, unter einer Be⸗

dingung.“

„Wollen Sie andere Schnepfen?“ fragte Henry begierig;„Sie ſollen alle haben, die ich ſchieße.“

„Nein,“ erwiderte Doctor Orme lächelnd;„ich

verlange von Dir keine Schnepfen. Meine Bedin⸗ gung iſt: Du wirſt jeden Morgen eine Stunde mich beſuchen, und ich will Dir Deine Lection geben; aber erinnere Dich, daß unſer Vertrag an dem erſten Tag, da Du nicht erſcheinſt, gelöst iſt.“

„Der Tag wird nicht kommen!“ rief der Knabe freudig.

Wirklich marſchirte der muthige kleine Mann alle Tage, ſelbſt im ſtrengſten Winter, durch den Schnee von der Farm nach dem Pfarrhaus. Die Stunde, die ihm verſprochen worden war, verlängerte ſich allmälig zu zwei, ſelbſt zu drei. Eines Tages ſah der Geiſt⸗ liche, daß ſein Zögling blaß war und nur mit Mühe athmete.

„„Harry,“ ſagte er, denn er hatte ſich gewöhnt, ihm denſelben Namen wie deſſen Tante zu geben, „Du biſt krank?“ Es iſt nichts,“ antwortete der Jüngling, zu lächeln verſuchend. „Du hätteſt die Farm nicht verlaſſen ſollen.“