ſtanden war. Die Flinte wurde wieder an ihren
Platz gebracht; Harry ſchlüpfte wieder in ſein Bett
ſein Camarade machte ſich zur Feldarbeit auf den Jeg.
Die Vorliebe des würdigen Rectors, Mr. Orme, für Schnepfen war nicht ganz apokryphiſcher Natur. Wie die meiſten alten Burſchen war er etwas Epi⸗ kuräer. Als nun Henry Aſhton, mit ſeinen ſchön⸗ ſten Kleidern angethan, ſich im Pfarrhauſe mit den Vögeln einſtellte, wurde er gnädig aufgenommen.
„Schnepfen!“ rief der Rector;„jetzt ſchon!“
„Ja; ich wußte, wo ſie zu finden waren.“
„Und Du haſt ſie für mich geſchoſſen, ausdrücklich für mich?“
„Allerdings; der Sohn des Anwalts Impey hat mir geſagt, Sie ſeien ein großer Freund davon.“
„Braver Junge!“ ſagte der Geiſtliche, ihm den Kopf tätſchelnd, denn er war oft von der Schönheit ſeiner Züge und ſeinem ruhigen Verhalten in der Kirche betroffen worden.
Der Rector beſchränkte ſeine Gunſt nicht darauf; er ſteckte die Hand in die Taſche und zog einen Thaler hervor, den er Henry geben wollte.
„Ich danke Ihnen, Sir,“ ſprach der kleine Jä⸗ ger erröthend;„nicht um ves Geldes willen bringe ich Ihnen meine Vögel.“
„Und wofür denn?“ fragte der Geiſtliche, wel⸗ cher anfing, ſich für ſeinen Beſuch zu intereſſiren.
„Daß Sie mich Latein und Griechiſch lernen“
„Latein und Griechiſch, Kind!“ rief Doctor
Orme erſtaunt;„Du weißt nicht, was Du ver⸗
langſt„ Dazu gehören jahrelange Studien.“


