Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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hingen an dem eichenen Getäfel, deſſen zarte Schnitz⸗ Arbeit Gibbons beneidet haben würde. Das Aus⸗ ſehen deſſen, welcher den alterthümlichen Salon ein⸗ nahm, war nicht ohne Harmonie mit dem Character des Gemachs. Wiewohl in der Kraft der Jahre, trug Sir William bereits die Zeichen des Alters, nicht jenes rüſtigen Alters, welches einem Sonnen⸗ ſtrahl im Winter gleicht, ſondern eines vorzeitigen Verfalls: Abgelebtheit des Herzens, Runzeln von Thränen gegraben, eine von Schmerz, nicht von der Zeit gefurchte Stirne.

Seine Phyſiognomie war ſehr intelligent und einſt ſchön geweſen, aber der Ausdruck derſelben, ſelbſt in der Ruhe, war der des Schmerzes, der von moraliſcher Energie überwunden worden iſt. Silberfäden miſchten ſich bereits unter die wallenden Locken ſchwarzen Haares, welches er zu Zeiten von ſeiner brennenden Stirne ſtrich.

Sein Coſtüm war eben ſo vernachläßigt wie ſeine Perſon. Sein magerer, aber muſculöſer Körper war in einen weiten Schlafrock von verſchoſſenem Damaſt gehüllt, und er glich, in ſeinen geſchnitzten Seſſel zurückgelehnt, mehr einem Bildniß von ehe⸗ mals, von einem maſſiven Rahmen umſchloſſen, als einem lebendigen und fühlenden Weſen.

Das Buch, das er las, die Anatomie der Schwer⸗ muth von Burton, war ihm aus der Hand gefallen, aber er ſchien es nicht bemerkt zu haben. Ohne Zweifel war er auf einen Lauf gekommen, der eine der unzähligen Saiten vibriren machte, welche von dem Herzen ausgehen und nach allen Seiten hin ausſtrahlen. Sein Blick war auf das Portrait eines