ſeiner Vorfahren gerichtet, einen Holbein, deſſen außerordentlich friedſame Mienen mit den in dem Geſicht ſeines Abkönmlings gemalten Leidenſchaften ſeltſam contraſtirten.
Der Geiſt des Baronets war offenbar mit Bil⸗ dern erfüllt, welche ſeinen Frieden ſtörten; vielleicht dachte er an die Todten und beneidete ſie um ihre Ruhe; vielleicht träumte er von den Lebenden, denn zuweilen zogen ſich die Muskeln ſeines Angeſichts raſch zuſammen und ſeine trüben Augen wurden beredt in ihrem ſtummen Schmerz.
Wir neigen uns eher dieſer letzteren Meinung zu.
Man hatte dreimal ſanft an die Zimmerthüre geklopft, aber der Baronet war ſo ſehr in ſein Nach⸗ denken vertieft, daß er nichts davon hörte.
Endlich öffnete ſich die Thüre langſam und Mrs. Rebecca Jarmy, die alte Beſchließerin, trat ein. Das treue Geſchöpf war im Herrenhauſe geboren worden. Ihre Gefühle, ihre Gewohnheiten und ſelbſt ihr Geſicht hatten etwas von dem alterthümlichen Character dieſer Orte. Ihr ernſtes, würdiges Be⸗ nehmen war ſehr verſchieden von dem ſervilen Weſen der Domeſtiken unſerer Tage. In ihrer Jugend war ſie die Zofe von Sir Williams Großmutter geweſen; und bei dem Tode dieſer Dame hatte man ihr den Poſten, den ſie nunmehr bekleidete, übertragen.
Mit den Gewändern ihrer verſtorbenen Herrin⸗ nen hatte ſie auch einen Theil ihrer Würde geerbt; und ſo lächerlich ihre tiefe Verbeugung beim Ein⸗ tritt in das Zimmer einem Emporkömmling von heute erſcheinen mochte, eine Dame vom Hofe


