Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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des Worts ein ſinnlicher Menſch, ein Spieler, ein Feigling.

Sobald der empörte Gatte ſich ein wenig von dem ſchrecklichen Schlag erholt hatte, welchen dieſes Ereigniß ihm verſetzte, verfolgte er die beiden Schul⸗ digen bis nach Florenz, dann von Florenz nach Rom, wo er ihre Spur verlor. Mehr als zwei Jahre lang durchlief er Europa, wie eine Seele in der Qual, unter der Laſt eines Schimpfs, welcher das Herz und das Gehirn vertrocknet; ſeine Kräfte wurden durch den Schmerz aufrecht erhalten, der ſie an⸗ ſpornte, aber ſeine Nachforſchungen waren fruchtlos. Er konnte keine Spur ſeines treuloſen Freundes, ſeiner entehrten Frau, feines geraubten Kindes entdecken.

Ermüdet von dieſer Verfolgung und zerriſſenen Herzens kehrte endlich Sir William Mowbray nach England heim und zog ſich in die tiefe Einſamkeit von Carrow⸗Abtei zurück. Zum großen Erſtaunen ſeiner Freunde weigerte er ſich, den geringſten Schritt zu einer Scheidung zu thun oder zu demſelben Voll⸗ macht zu geben. Mehrere nahmen das für Schwäche. Sie täuſchten ſich. Sein Entſchluß kam aus der Kenntniß, den er vom Character ſeiner Frau hatte. Sie war ſtolz und empfindlich, und er wußte, es würde eine Zeit kommen, wo ihr Verbrechen ihre Züchtigung wäre.

Nie wird ſie ſeine Frau werden, ſprach er. Sie lebe zur Abhängigkeit von ihrem Verführer er⸗ niedrigt und zitternd vor ſeiner geringſten Laune! Wenn die Leidenſchaft dieſes Mannes erloſchen iſt, wenn Ueberſättigung ihn abgeſtumpft hat, wenn ſie fühlt, daß ſie eine Laſt für ihn iſt, wenn jede