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Plaͤne ſtoͤrten, die er fuͤr ſeine eigene Bequem⸗ lichkeit entworfen.
Bei der gaͤnzlichen Aufhebung aller Kloſter fand Cecil uͤberſchwengliche Gelegenheit, ſeiner Wohlthaͤtigkeitsliebe ein Genuͤge zu leiſten. Tauſende von armen Moͤnchen und Nonnen wurden in gaͤnzlicher Huͤlfloſigkeit in eine Welt hinausgeſtoßen, die ſie nicht kannten, und mit deren mannigfachen Widerwaͤrtigkeiten ſie nicht zu kaͤmpfen verſtanden. Viele derſelben fanden in den Mauern von Farleigh-Caſtle eine au⸗ genblickliche oder eine immerwaͤhrende Zuflucht, Andere erhielten außerhalb kleine Unterſtuͤtzun⸗ gen, wieder Andere wurden ihren Verwandten in entfernteren Theilen des Reiches zugeſchickt, und Mehrere endlich erhielten die Mittel, durch eigene Beſchaͤftigung ihren Lebensunterhalt zu ſichern.
„Der,“ ſagte Cecil,„muß der beſte Chriſt ſein, der die meiſte Duldung und denen die groͤßte Milde zeigt, welche in ihrer Meinung von ihm abweichen. Ach! wir ſind Alle Kin⸗ der des Irrthums, und Anderen Unrecht zuzu⸗ zufuͤgen, blos aus dem hoͤchſt zweideutigen Grunde, weil wir ſelbſt uͤberzeugt ſind, Recht zu haben, heißt von dem Geiſte im Geſetze Gottes abweichen, um den Buchſtaben aufrecht zu erhalten. Die Sekte, welche Andersglau⸗


