Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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flogen, die Ablegung ihres Geluͤbdes zu ver⸗ hindern, und ſie als ſein Weib zuruͤckzu⸗ fordern.

Wir uͤberlaſſen die glucklich Liebenden ihrem Entzuͤcken, um einen zweiten Grund ihres un⸗ erwarteten Zuſammentreffens zu erklaͤren, und einiger anderer Perſonen unſeres kleinen Wer⸗ kes zu erwähnen, ehe wir von dem guͤtigen Leſer den letzten Abſchied nehmen⸗

Wir fuͤrchten ohnedies, daß man finden wird, wir vernachlaͤſſigten Dudley, der in dem Anfange unſerer Erzaͤhlung eine ſo bedeutende Rolle ſpielte, gegen das Ende derſelben zu ſehr. Wir verließen ihn als eifrigen Hofmann, und hier ſetzte er ſich ſo ſchnell in der Gunſt des Koͤnigs feſt, daß er zu allen Banketts und Hoffeſten eingeladen ward. Bei einer ſolchen Gelegenheit ward er durch die Erſcheinung einer neuen Schonheit in maͤchtiges Erſtaunen ver⸗ ſetzt. Sie ſchwaͤrmte unter den Damen um⸗ her, welche des Koͤnigs Aufmerkſamkeit auf ſich zu lenken ſtrebten, und trug eine fantaſtiſche franzoſiſche Kleidung, die Dudley herrlich und von trefflichem Geſchmacke nannte, die Andere aber uͤbertrieben fanden. Sie war hoch und ſchoͤn gewachſen, hatte glaͤnzend ſchwarze Locken, und lebhafte braune Augen, die ſie ohne Aufenthalt umherrollen ließ, ſobald ein neuer, der Beach⸗