Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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Dazwiſchenkunft ſelbſt jetzt noch ſein Schickſal aͤndern koͤnne. Sie klagte ſi ch ſelbſt an, dies nicht fruͤher bedacht zu haben, ſie ſprang em⸗ por mit dem Vorſatze, nach London zu eilen, und ihr eigenes Leben zum Opfer zu bieten, ſollte ſie das Cecils dadurch retten koͤnnen.

Sie wollte ſich dem Koͤnige zu Fůͤßen werfen, und Gnade erflehen ſie wollte zeigen, wie groß ihr eigener Antheil an dem Verbrechen ſei, deſſen ihr Geliebter angeklagt worden wollte alle die ſchaͤndlichen Raͤnke entdecken, de⸗ ren Opfer er war, ſo wie die Niedrigkeit der Abſichten, aus denen ſie entſprungen. Die Ueberlegung eines Augenblickes aber reichte hin, ſie zu uͤberzeugen, daß ein ſolcher Schritt fuͤr ſie mit der aͤußerſten Gefahr verbunden ſein mußte. Nach den Antraͤgen, die der Kd⸗ nig ihr durch Dudley hatte machen laſſen, konnte ſie glauben, daß ihr Anblick ſeine Lei⸗ denſchaft aufs Neue beleben werde; in dieſem Falle hieß: Cecil ihren Geliebten nennen, eben ſo viel, als: das Uurtheil ſeines Todes mit ei⸗ genem Munde ausſprechen, denn Er, von dem man ſagte, daß er ein Weib nie ſeiner Luſt, einen Mann nie ſeiner Wuth ſpare, konnte da, wo dieſe beiden Leidenſchaften ſich vereinigt zeigten, unmoͤglich gegen ſie und Cecil Gnade uͤben. Sogar wenn ſie die Verſchworung ge⸗