Teil eines Werkes 
4. Band (1827)
Entstehung
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da ward ſie von ihren Gefuͤhlen uͤberwaltigt. Sie ſturzte ihm entgegen, rief haſtig:„O mein Gemahl! mein Gemahl! Ihr ſeid gerettet!— Ihr ſeid gerettet!“ ward von einem heftigen Lachkrampfe ergriffen, ſank ihm in die Arme, und ward ohnmaͤchtig.

Selbſt Sir Lionel ward durch dieſes un⸗ zweideutige Zeichen einer Liebe und Zaͤrtlichkeit geruͤhrt, die jeder Untreue, jeder Geringſchaͤtzung, jeder Mißhandlung Stand gehalten hatte. Er vermochte es nicht zu faſſen. Es ſchlug alle ſeine Erfahrungen der menſchlichen Natur zu Boden; es machte die unendliche Selbſtſucht, mit der er gegen alle ſeine Nebenmenſchen ge⸗ handelt, verwerflich; es widerſprach allen ſeinen Grundſaͤtzen, und ſchmaͤhte ſeinen ganzen bis⸗ herigen Wandel. Auch eigennuͤtzigen Abſichten durfte er ihre Handlung nicht zuſchreiben, und unfaͤhig die Tiefe ihres Herzens und die In⸗ nigkeit ihrer Gefuͤhle zu ergruͤnden, nahm er zu dem alten Mittel in aͤhnlichen Faͤllen ſeine Zuflucht, indem er ſie fuͤr eine alberne Thoͤrinn erklaͤrte, die nur deshalb weniger ſchlecht ſei, als die Mehrzahl der Menſchen, weil ſie weni⸗ ger Verſtand habe. Er fand es ſo ſchwer, ſich zu uͤberreden, es ſei keine niedre Nebenabſicht hinter ihrem Betragen verborgen, daß ſeine erſte Frage, als ſie wieder zu ſich gekommen

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