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Ein ſo hellſehender, ehrgeiziger Menſch, wie Sir Lionel Fitzmaurice, konnte ſich nicht leicht uͤber die Vortheile taͤuſchen, die ihm bei Ver⸗ folgung ſeiner Plaͤne aus dieſer neuen Ord⸗ nung der Dinge erwachſen mußten, und machte ſich natuͤrlich auch kein Gewiſſen daraus, ſich ihrer zu bedienen. Der Kardinal Wolſey war gewiß der thaͤtigſte, verd ienſtvollſte Miniſter, den Heinrich VIII. jemals beſaß, obgleich man ihm Stolz und Habſucht mit Recht Schuld giebt. Nie iſt er fuͤr den wohlthaͤtigen Zwang, den er den laſterhaften Neigungen ſeines Herrn auferlegte, genug gelobt worden. Waͤhrend er das Ruder fuͤhrte, war des Koͤnigs Betragen groͤßten⸗ theils vorwurfslos, jetzt aber war er todt, und der Koͤnig begann nun allmaͤhlig jene hals⸗ ſtarrige Tirannei zu uͤben, welche aus Mangel jedes genuͤgenden Widerſtandes bald zu der un⸗ erhoͤrteſten Grauſamkeit reifte. Ins Geheim hatte er ſich bereits entſchloſſen, die Kloſter aufzuheben, und jetzt ſammelte er die Rechtfertigungsmittel fuͤr dieſen Schritt, indem er alle Klagen anhoͤrte, welche gegen die Kloͤſter und Geiſtlichkeit ange⸗ bracht wurden, und zwar mit einer Vorneigung, alles zu glauben, was die Sache beſchleunigen, und den großen Zweck ſeiner Habſucht, die Pluͤn⸗ derung der religioͤſen Stiftungen, ſchneller her⸗ beifuͤhren mußte. Fuͤr Sir Lionel, der die Abſicht


