ſelbſt, im gothiſchen Sthle der bluͤhendſten Zeit aufgefuͤhrt, war heller vom Lichte beſchienen, als die Hauptkirche; es brach durch mehrere Bogen⸗ verzierungen, welche dem Ganzen etwas unver⸗ gleichlich Großartiges verliehen. Die hohen ſchlanken Saͤulen verloren ſich in der kuͤnſtlich gearbeiteten gewoͤlbten Decke, ſo mie in den ge⸗ ſchnitzten Figuren, Blumen, Fruͤchten und Ge⸗ winden, die ihre Kapitäler bildeten. Rund um den Altar, der von brennenden Wachskerzen er⸗ hellt ward, und auf dem Juwelen, Kelche, Monſtranzen, Flaͤſchchen, Kreuze, Rauchfaͤſſer und Taufſteine von Silber glänzten und funkel⸗ ten, ſtanden die zahlreichen geweiheten Bewoh⸗ ner des Kloſters, alle mit jener imponirenden Pracht gekleidet, welche die roͤmiſche Kirche vor⸗ ſchreibt. Die Geiſtlichen jedes Grades, jedes Alters waren hier verſammlet, von dem grau⸗ baͤrtigen Panier⸗Träger, deſſen Locken im lang⸗ jaͤhrigen Dienſte der Abtei gebleicht waren, bis zu den jugendlichen Chorknaben, und deren noch jugendlichern Bruͤdern, welche die geweihten Rauchbecken hin und her ſchwenkten. Doch die auffallendſte Geſtalt unter Allen war der ehr⸗ wuͤrdige Abt ſelbſt. Er war in ein reiches, glänzendes Meßgewand gekleidet, und mit allen aͤußeren, prachtvollen Zeichen ſeiner hohen Wuͤrde verſehen. In ſeiner linken Hand hielt
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