— 228—*
laſte genannt, mit großen Diamanten und Per⸗ len umgeben; Franz hingegen ſchenkte Heinrich ein prachtvolles Armband von rreichen, ſeltenen Juwelen. Endlich ſagte Dudley auch noch, daß viele der Ritter und ſchoͤnen Damen, in Erman⸗ gelung beſſerer Unterhaltung, in das Blaue hin⸗ ein gelogen haͤtten; auch beſtaͤtigte er die Ver⸗ ſicherung des Chronikenſchreibers, daß aus einem Springbrunnen beſtaͤndig Wein gefloſſen ſei, und daß daher Vagabunden und Landlaͤufer, Knechte, Kaͤrrner und Bettler, betrunken auf den Straßen umhergelegen haͤtten.
Dudley zog jetzt eine kleine elfenbeinerne Tafel hervor, und unterhielt ſeine Zuhdrerinnen nun mit den Räthſeln, Charaden, Deviſen, und anderen Spielereien des Witzes und Verſtandes, die bei jenen Feſtlichkeiten entſtanden waren, und die er alle ſorgfaͤltig niedergeſchrieben hatte. Dieſe Art der Unterhaltung war damals am Hofe ſehr uͤblich, und Beatrixr gab ſich ihr daher mit allem Eifer hin, bis Lady Fitzmau⸗ rice bemerkte, daß es Zeit ſei, ihrem Gaſte eine gute Nacht zu wuͤnſchen; Beatrix ging nun, mit dem lebhaften, unterhaltenden Beſucher hoͤchſt zuftieden. Dudley ward hierauf mit vieler Feierlichkeit zu dem geſchnitzten Schlafzimmer gefuͤhrt, deſſen eichenes Taͤfelwerk mit dem Wappen der Familie, und dem Helmſchmucke,


