chen geboren iſt, geht nicht aus dem Fleiſch. — Aber, beim Himmel, Maſter Dudley, ich will Euch dadurch nicht beleidigen, doch ich bin eine ehrliche Haut, und nicht gewohnt, die Worte hinunterzuſchlucken, wenn ſie ſich mir zum Munde draͤngen.“
„Ich fuͤhle mich durch dieſe Freimuͤthigkeit geehrt,“ ſagte Dudley,„und nichts gefaͤllt mir beſſer, als eine freie, ehrliche Rede.“ Er ſah nach Sir Lionel, als er dieſe Worte ausſprach, und erinnerte ſich deſſen, was der Moͤnch ihm uͤber des Ritters Charakter geſagt hatte, doch dieſer blieb in dem Fenſter, und fluͤſterte eif⸗ rig mit ſeinem verwachſenen Secretair.
„Und dann,“ fuhr die Lady abermals fort, deren Gedanken, wie dies faſt beſtaͤndig der Fall war, ſich noch mit dem vorigen Ge⸗ genſtande beſchaͤftigten,„was fuͤr eine Ver⸗ ſchwendung herrſcht hier in den Livreen. Jeder Knecht muß ja wahrhaftig nach der neueſten Mode gekleidet ſein, mit einem Schwerte an ſeiner Seite, und einem geſtickten oder ſilber⸗ nen Wappen auf dem Arme; und Sir Lionels Edelknechte wollen nur Sammetkleider tragen; was kuͤmmert es ſie, ob Hans verhungern, oder Kunz nackend gehe, wenn ſie nur in der großen Halle umherſtolziren koͤnnen, mit vier⸗ zig oder fuͤnfzig Schilling auf dem Ruͤcken,


