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vor drei Tagen durch die Viertel⸗Ration verdrängt. Das Lazareth im Zwiſchendeck iſt mit Kranken an⸗ gefüllt. Der Capitain geht durch ihre Reihen, tief erſchüttert von dem Anblick dieſer fieberhaften Ge⸗ ſtalten, die nichts denken, nichts hören und ſehen, als Waſſer. Gierige Luſt funkelt in dem Auge dieſes bleichen Mannes. Er ſieht in ſeinen wirren Träumen eine lange Tafel vor ſich, beſetzt mit den verführeriſchſten Getränken in blitzenden Karaffen und Kelchen. Dort ſchüttelt ſich Einer vor Wonne, denn er gewahrt, wie jenſeits des aufgetrockneten Strombettes, vor welchem er ſteht, ein ſtarker Re⸗ gen herabſtrömt. Ein Dritter ſtreckt die ſehnſüchti⸗ gen Arme nach der Kaskade aus, die vom zackigen Felſen— ihm unerreichbar— niederplätſchert „Waſſer! Waſſer!“ ſtöhnen ſie in ſteigender Angſt, und der Capitain ruft ergriffen dem Arzte zu:
„Helfen Sie, Mann! Helfen Sie!“
Und der Arzt entgegnete achſelzuckend:„Rei⸗ chen Sie mir den Stab des Moſes, und uns iſt geholfen.“
Die Zeit eilt weiter. Außen⸗Bords iſt Alles unverändert, aber innerhalb deſſelben bringt jeder Tag ein neues Grauen. Der Argwohn ſchwindet, die Ueberzeugung drängt ſich an ſeine Stelle. Der


