Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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einem andern Weihnachtsabend ſah, da er um ihre Hand warb und ſie ihn zärtlich anblickte. Seine Augen ſtrömen über, ſeine Kniee zittern; er muß ſich ſetzen. Sein Blick iſt unflort, aber er ſieht doch daß die Jungfrau ihm näher tritt und vor ihm kniet:

Ich bitte um Deinen Segen, Vater Robert.

Gott ſegne Dich, Jungfrau, viel tauſend Mal.

Segne auch meine Mutter.

Deine Mutter? Wer iſt Deine Mutter?

Meine Mutter hat Dich einſt undankbar ver⸗ laſſen, flüſterte ſie kaum hörbar und Robert fuhr zuſammen.

Sie hat mit einem Leben voll Kummer und Noth gebüßt, was ſie an Dir verbrach und ſo tief bereute. Sie wollte nicht, daß Du von ihr hörteſt, ſo lange ſie lebe. Aber als ihr Auge brach, flehte

ſie mich an, nach Europa zu gehen und Dir zu

ſagen, wie ſie lebte und ſtarb. In ihrem Namen flehe ich Dir zu Füßen um Vergebung.

Robert ſaß regungslos. Er hielt die Hand der Jungfrau und ſagte vor ſich hin:

Auguſte!

Das iſt ihr Name und der meinige. Sie ent⸗ ſandte mich im Vertrauen auf Deine Großmuth.