Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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daß er heute nicht wiederkehrt. Der Capitain zuckt die Achſeln und ſagte:

Wie mit Eis überzogen. Wenn ich nur wüßte, an welchem Feuer ich es ſchmelzen könnte.

Da öffnet ſich die Thür der Deckskajüte und eine Dame tritt heraus, die ſtets erſcheint, wenn der alte Herr das Verdeck verläßt. Sie eilt zu dem Capitain und drückte ihm herzlich die Hand:

Iſt es Ihnen auch heute nicht gelungen?

Sie frägt es jedes Mal, und jedes Mal erhält ſie ein ſtummes Achſelzucken zur Antwort.

Sie iſt jung und ſchön dieſe Dame. Ein Zug wehmüthiger Trauer macht ſie noch ſchöner. Sie lehnt an die Seitengalerie und ſieht träumend in die am Schiffe vorüberrauſchende kriſtallene Fluth. Und als der Abend hereindunkelt und die goldenen Sterne durch die tropiſche Nacht weithin leuchten, ſitzt ſie noch immer dort und kehrt nur nach wiederholten Mahnungen des wachthabenden Officiers in die Kajüte zurück.

Aber nun beginnt ein Tag, der dem Nordländer unter dieſen Breiten im ungewohnten Feſtſchmucke erſcheint. Die Sonne brennt heiß, der Himmel iſt blau und doch iſt es Weihnachten. Alle ſind ge⸗

ſchäftig am Bord; ſie wiſſen kaum warum. Am ge⸗ 11