Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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Stelle und zu welcher Zeit ſie ſich ſehen und wie⸗ derſehen müſſen; bei dem gemeinſamen Mahle, bei der gemeinſamen Arbeit, im gemeinſamen Hängemat⸗ tenraum des Zwiſchendecks: da iſt die wahrhafte Hölle. Ein glühender Vulkan, der auf den Waſſern umhergeſchleudert wird, von Welle zu Welle, von Küſte zu Küſte.

Da ſchimmert ſie vor Euern Augen, dieſe Hölle.

Eine große Brigg mit dunklen Breitſeiten und ſchneeweiß angeſtrichenen Rundhölzern. Sie heimt an der norddeutſchen Küſte und iſt auf dem ſchön⸗ ſten Werft daſelbſt geboren. Es war ein böſer Dä⸗ mon, der den Sinn der Jungfrau am Tauftage lenkte, daß ſie, das Steuer mit Wein netzend, bie Worte ſprach:„Dies gute Schiff ſoll„die goldene Eintracht“ heißen.“

Der Führer dieſes Schiffes iſt ein ungebändig⸗ ter Charakter. In ſeiner Jugend am Bord eines Sklavenhändlers, in den langen Kriegen ein ver⸗ wegener Schmuggler, hat er etwas von der Wild⸗ heit Beider.

An der Küſte Indiens hat er den erſten Glücks⸗ wurf gethan. Mit Gold beladen kehrt er von den Ufern des Ganges in die norddeutſche Heimath zu⸗ rück. Mit einem Herzen voll glühender Leidenſchaf⸗