Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

118

Mitleid mit ſeinem Zuſtande und ſuchte ihn zu zer⸗ ſtreuen; aber alle guten Worte waren in den Wind geſprochen.

Noch zwei Stunden hatte die Jagd auf gut Glück gedauert, da ſagte Jakobmaat, die Steuerpinne ſelbſt in die Hand nehmend:

„Nun ſind wir, wo wir ſein wollen und der Zollkutter kann uns nichts mehr anhaben. Macht das Zeichen, damit wir ſehen, ob ſie zur Hand ſind.“

Die Brandung, die den unfernen Strand peitſchte, tönte hohl herüber. Die Yacht befand ſich an der⸗ ſelben Stelle, von der ſie urſprünglich ausfuhr. Von ihrem Verdecke ſtieg eine Rakete ſteil in die Höhe. Gleich darauf zeigte ſich am Lande ein Blitzfeuer. Dieſem folgte ein zweites und drittes. Sie erloſchen in demſelben Augenblicke.

„Das genügt. Hand an's Werk! Sie kommen uns auf halbem Wtge entgegen. Ehe der Tag an⸗ bricht, muß es gethan ſein.“

Die gefährliche Fahrt durch die Brandung be⸗ gann. Bald lag ein Boot vor dem Buge der Yacht mit willkommenen Helfern am Bord. Die Nacht deckte Alles mit tiefem Schweigen.

Als die Sonne aufging, war der Zollkutter dicht unter der Küſte. Der Lieutenant ſignaliſirte ein un⸗