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nicht, daß es über See aufbraut, daß ſich der blaue Himmel in ein dunkles Grau kleidet und daß mit der klaren Luft auch die letzte Briſe ſchwindet. Er ſieht nicht, daß ſich der Nebel tiefer ſenkt, daß ſich von dem dunklen Schleier einige Tropfen löſen, die auf den brennenden Sand herabrieſeln. Er ſieht nicht, wie die einzelnen Tropfen ſich allmählich zu einem allgemeinen Landregen verdichten, der in aller Gemüthlichkeit herab und ihm in den offenen Mund rieſelt.
„Mehr! Mehr!“ ſtöhnt die allzeit durſtige Kehle und ſchnalzt mit der Zunge. Dann aber weicht der Schlaf von ihm. Er reißt die Augen auf, blickt verſtört um ſich, und flüchtet ſich fluchend in ſeine Höhle.
Ein Menſch, niedergebeugt von der Laſt der Jahre, mit einem Geſicht, auf welchem Kummer und Sorge ihre unverkennbaren Züge geſchrieben, tritt ihm entgegen:
„Nehmt es nicht übel, daß ich hier einen Augen⸗ blick ruhte. Es war Niemand da, den ich um ein Obdach bitten konnte, und ich war der Ohnmacht nahe.“
„Wer ſeid Ihr?“ ſchrie ihn der Wirth an


