Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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nur dem Eingeweihten bekannt, führt ein ſchmaler Gang in eine geräumige Höhle, worin der liſtige

Wirth alles verbirgt, was ſeine Gäſte nicht wiſſen ſollen.

Will ein Wirth ſeine Gäſte ſicher beherrſchen, muß er ihr bereitwilligſter Diener ſcheinen. Ein Wirth zwiſchen den Sanddünen muß das mehr als jeder andere; denn es kommt gar wunderliches Volk in ſein luftiges Sommerſchloß.

Ein junger Burſche keucht die Düne entlang, ſinkt ermüdet auf einen halbzerbrochenen Schemel und ſchreit nach Bier. Der Wirth fommt mit einem Kruge und ſagt gleichmüthig:

Peter Chriſtian, Du biſt ein loſer Geſell. Schuldeſt mir ſeit langer Zeit über zwanzig Schil⸗ linge und denkſt nicht daran, nur einen Pfennig zu bezahlen. Aber ich bin ein gutmüthiger Kerl, darum bringe ich Dir dieſen Krug und ſchreibe den einund⸗ zwanzigſten Schilling an.

Der Strandläufer trinkt den Krug in einem Zuge aus und ſagt:

Gieb mir noch einen und ich verkaufe Dir die Beute, die ich heute gemacht.

Der Wirth ſieht ihn fragend an. Peter Chriſtian

zieht eine alte lederne Brieſtaſche hervor. Sie wird