Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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Hier ein abgewracktes Boot, dort eine zerbrochene Buhne, ein zerfetztes Tauende, ein Splitter Holz, nicht groß genug, zum Wegſchleppen anzureizen. Und zwiſchen all dieſen Armſeligkeiten leuchtende Kie⸗ ſel, gelbe, rothe und blaue Muſcheln, vielfarbige Steine, in denen ſich die Sonne abſpiegelt.

Der Weg hat längſt aufgehört. Im tiefen Sande bergauf die Düne, watet es ſich ungemüthlich weiter. Nichts als todter Flugſand, ſo weit das Auge reicht. Der Gipfel iſt endlich erklommen und man ſieht vor ſich einen zweiten, öder und unzu⸗ gänglicher als der erſte.

Aber wenn Alles vom Strande verſchwunden iſt; wenn der Flugſand noch weiter binnenwärts weht und die Düne Jahr Eines bleibt: die Schenke.

Ein luftiges Bretterzelt, geſchützt von hohen Sandwällen, dehnt ſich an der Stelle aus, wo es nach der Seeſeite zu allgemach hinabgeht in die wallende Fluth. Die Wände haben fingerbreite Spalten. Wind und Regen erhalten frei Quartiet. Nur an der öſtlichen Wand, wo auf einer Unterlage von Steinen das Feuer brennt, iſt für eine feſtere Bedachung geſorgt. Dort ſteht auch der Schenkiſch mit den blinkenden Flaſchen und hinter demſelben,