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Unterdeſſen hatte faſt zu gleicher Zeit mit dem In⸗ dienfahrer die Staats-Brigg„Kaiman,“ die unter den Befehlen des Herrn Adrian van Kraag ſtand, die Anker gelichtet und befand ſich drei Meilen weſtwärts vom Texel, wo der Befehlshaber, der ihm ertheilten Weiſung gemäß, die verſiegelte Depeſche, in Gegenwart der ihm untergebenen Officiere, öffnen ſollte.
Es geſchah. Der Inhalt dieſer Schrift machte den Officier erbleichen, doch gewann er es über ſich, in Gegenwart ſeiner Untergebenen ruhig zu ſcheinen:„Meine Herren!“ ſagte er anſcheinend kalt,„wir ſind beordert nach Batavia zu ſegeln und dort drei Jahre zu ſtativ⸗ niren. Bei unſerer Ankunft ſtellt ſich unſere Brigg zur Verfügung des dort kommandirenden Admirals! Auf Wiederſehn!“
Als Adrian ſich allein befand, ſchlug er mit der geballten Fauſt auf den Tiſch:„Das hat mir mein Vater gethan! Ich bin ihm, der Teufel weiß weshalb, im Wege, und er ſchickt mich auf dieſe Weiſe fort. Möchte es ſein, wenn ich nur vorher Sara in meine Gewalt bekommen hätte. Aber der Hund, den ich ſchon allen Grund habe, zu haſſen, hat ſie mir entzogen, und.... Allein, er ſoll meiner Rache nicht entgehen, und noch ehe es Abend wird, will ich ihn zu meinen Füßen niedergeworfen ſehen.“


