Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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dazu ein vollkommenes Recht gibt. So übergebe ich denn Euch, Herr Hochbvotsmann, verſteht mich wohl, ich ſelbſt übergebe Euch dieſen Mann, und hoffe, Ihr werdet ihn ſo halten, daß ich ferner Urſache haben kann, mit Euch zufrieden zu ſein. Dies iſt genug, hoffe ich, um Euch meinen Willen kund zu thun. Geh, mein wackrer Seemann, ſagte der Capitain zu Emanuel,geh mit Deinem Officier und thue redlich Deine Pflicht als tüchtiger Matroſe. Bekümmere Dich um Deinen Dienſt und trage mit Ergebung, was jetzt nicht mehr zu ändern iſt. Im Uebrigen aber denke daran, daß ich Dir wohl⸗ geſinnt bin. Guten Morgen!

Er begab ſich mit dem Knaben in die Kajüte und die Officiere gingen auseinander, nicht wiſſend, was ſie zu dieſem Unerhörten ſagen ſollten. Am meiſten aber war der Hochbvotsmann, nach Seemanns-Ausdruck, ver⸗ donnert; denn er wußte nicht, auf welche Weiſe er den Patron behandeln ſolle, der ihm zetzt beſonders empfoh⸗ len worden; ja er ſah ſich gewiſſermaßen nach ihm um, da er ihn im Grunde ſeines Herzens für einen der ver⸗ kappten Finnen hielt, die in dem Rufe ſtehen, ihre Nehenmenſchen zu Lande und zu Waſſer beliebig be⸗ heren zu können. Das Schiff ſetzte während der Zeit ſeine Fahrt, trotz des Wirrniſſes, worin ſich die Offi⸗ ciere deſſelben befanden, mit völliger Regelmäßigkeit fort.