Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
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Er zog heftig die Klingel und befahl dem eintre⸗ tenden Officier der Deckwache, auf den Oſtindienfahrer van Tromp abzuhalten, der mit ihnen faſt zugleich die Anker gelichtet habe. Es geſchah, und bald lagen beide Schiffe ſo nahe bei einander, daß ſie ſich mit dem Sprachrohr bequem erreichen konnten. Beide Capitaine hatten ihren Platz auf der Galerie genommen und wech⸗ ſelten höfliche Worte.

Emanuel konnte ſich eines leiſen Zitterns nicht erweh⸗ ren, als er Adrian van Kraag ſtehen ſah und die Worte vernahm, er wolle dem Herrn tor Straaten eine Bitte vortragen laſſen und hoffe, nicht abſchläglich beſchieden zu werden. Konnte doch Adrian nichts anders wollen, als ſeine Auslieferung. Gleich darauf ſtieß das Jollbvot der Orlogsbrigg ab, und legte dem Indienfahrer zur Seite. Der Cadet, der ſich darin befand, ſtellte das Geſuch um Auslieferung eines deutſchen Matroſen, Na⸗ mens Emanuel, genannt Hexenbootsmann, weil dieſer ſich gegen einen königlichen Officier vergangen habe und vor ein Kriegsgericht geſtellt werden müſſe.

Eberhard tor Straaten hörte den Boten geduldig an, dann entgegnete er kalt:Ich maße mir kein Ur⸗ theil darüber an, inwiefern ein Officier der Flotte durch das Benehmen jenes Emanuel's heleidigt ſein kann. Den genannten Mann werde ich aber nicht ausliefern, und